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Von Kindern voller Ideen, Knäckebrot und der Frage, wo Papas Metwurst abgeblieben ist

In meinem Kopf hat sich eine ganze Menge blogbares Material angesammelt. Keine Ahnung, wie manche Leute es schaffen, am laufenden Band die Beiträge raus zu hauen. Ich bin schon froh, wenn ich es schaffe, einen Einkaufszettel zu schreiben. 

Ich hab vor kurzem – wenn auch in einem anderen Zusammenhang – über die inneren Stimmen nachgedacht. Was ist eigentlich so in meinem Kopf los? Fakt ist – da drinnen quasseln meine verschiedenen „Persönlichkeiten“ den ganzen Tag munter durcheinander. Eine meiner „Stimmen“ verfasst den ganzen Tag Blogbeiträge. Eigentlich schade, dass ich ihr nicht Zettel und Stift in die Hand drücken kann, damit das ganze automatisch in Schriftform umgesetzt wird. Andererseits aber vielleicht auch gesünder. Denn eine andere Stimme trieft eigentlich ständig vor Sarkasmus. Manchmal ist sie so fies, dass ich den Kopf über mich selber schüttle (woraufhin besagte Stimme beleidigt „Isso“ hinterher schreit)

Die nächste Stimme singt. Den ganzen Tag. Und auch nachts. Ich habe IMMER einen Ohrwurm. Die letzten zwei Tage habe ich mich mit dem Soundtrack von Trolls rumgeschlagen. Davor war es irgendein Mist aus dem Radio, den ich noch nicht mal gut finde.

Dann hab ich eine Stimme, die den ganzen Tag aufzählt was ich heute noch alles tun muss – und morgen – und den Rest der Woche – und überhaupt schon lang. Die kann ich wirklich wenig leiden. Genau jetzt zieht sie die Augenbrauen hoch und fragt sich, wo genau in unserem Zeitplan denn bitte der Laptop, der Apfel-kirschsaft und das Knäckebrot vorgesehen waren.

Jawohl. Knäckebrot. Schokolade würde die Stimmen leiser drehen – aber es gibt da eine gewisse Hochzeit in der Familie im Sommer und ein ganz bestimmtes Kleid… deshalb Knäckebrot. Was uns zur nächsten Stimme führt. Der kleinen, penetranten Putzfrau in mir, die leise murrend auf die Krümel schaut.

Eine wirklich lustige Stimme ist auch dabei. Müsste ich ihr ein Gesicht geben, dann wäre es das meiner Tochter Ronja. Die Stimme flüstert den ganzen Tag Blödsinn. Unvernünftigen Schwachsinn. „Mach das, das ist lustig! Echt jetzt!“

 Unterdrückt von der strengen Stimme Marke „Bibliothekarin“.  Spielverderberin. („Isso"

Eine Stimme schwenkt ein Transparent und verteilt Flugblätter mit dem Inhalt, ich solle mal wieder was für mich tun.

 

So. Und wenn es in MEINEM Kopf schon so zugeht – wie soll dann irgendwer verstehen, was manchmal in den Köpfen meiner Kinder vorgeht?

Der Große muss feststellen, dass er ganz viel einfach selbst in der Hand hat. Eine SEINER Stimmen flüstert wohl regelmäßig „Wenn du deine Hausaufgaben in der Schule lässt, hast du heute Nachmittag frei!“  Eine Andere – leider nicht ganz so laute – ist wohl auch Bibliothekarin. Die weiß nämlich ganz genau, wie der Hase läuft – sobald es um etwas geht, was andere für IHN tun müssen.

Sohn 2 ist nun 6 Jahre alt – und damit ist eigentlich schon ganz viel erklärt. Mindestens 3 seiner Stimmen beweinen die Ungerechtigkeit der Welt im Allgemeinen und seiner Mutter – also mir – im Besonderen. Und all diese Stimmen sitzen am Mikrofon nach Draußen und lassen die gesamte Umwelt am Leid des geplagten Bald-Schulkindes teilhaben. Das hier hat übrigens nicht meine sarkastische Stimme geschrieben. Ich habe ehrliches Mitleid. Denn die Probleme sind echt und schier unüberwindbar. (Leider gibt es aber eben auch noch einen Kichertroll in meinem Kopf der schon irgendwie amüsiert mit den Beinen schlenkert wenn die Emotionen überkochen, weil das arme Kind die Schuhe, die es anziehen soll, SELBER aus dem Schrank holen soll!)

Kinder 3 und 4 – die Trouble-Sisters – ein Sack Flöhe ist dagegen echt pflegeleicht. Nitro und Glycerin. Zusammen explosiv. Sie entwickeln gemeinsam eine unglaubliche Energie und Ideen die mir selten gefallen. Zum Beispiel das Sofa mit Straßenkreide bemalen. Mamas Schminke „benutzen“ (und nein, die lag nicht rum – man braucht schon einen Hocker um drann zu kommen) – und sich selbst, die Schwester und die neuen Kleidchen „hübsch“ machen. Sich die Haare mit der Nagelschere schneiden. Und ALLES verschleppen was nicht niet- und nagelfest ist! Dazu zählen „Naschigkeiten“ aller Art, Schmuck, Stifte und Papas Metwurst. Wir sind alle gespannt, wann und wo sie wohl wieder auftaucht.

Manchmal wäre es interessant zu hören, was die vielen kleinen Stimmchen da drinn so ausdiskutieren.  Ob vielleicht auch MEINE Stimme eine Rolle spielt? Immerhin reden in meinem Kopf auch ständig andere Leute mit. Wenn ich traurig bin, sagt die Stimme meines Opas „Madele, nimms nicht so schwer“.  Wenn ich am Ende mit den Nerven bin, flüstert Rene-Lieblingsmensch mir ins Ohr, dass ich alles ganz wunderbar mache und mir nur selber im Weg stehe. Und ohne Witz – wenn ich einen schlechten Tag hab und nichts gelingt,  dann kommentiert Mirja Boes die ganze Scheiße auch noch und ich muss über mich selber lachen!

Am schönsten sind die Momente, wenn alle Stimmen einträchtig kalorienfreies, veganes Eis schleckend auf der Bank sitzen, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und mit der ganzen Situation zufrieden sind. Wenn die kleine Putzfrau und die Zeitmanagerin einfach mal die Klappe halten und diese 4 wunderbaren Kinder beobachten, wie sie am Bach die ganz großen Steine ins Wasser plumpsen lassen um zu schauen wie hoch es spritzt. Wenn sie Kunstwerke aus Straßenkreide zaubern die einen sprachlos machen, weil so viel wunderbare Fantasie darin steckt. Wenn sie glücklich, zufrieden und ein bisschen selbstverliebt mit bunt bemalten Haaren vor dem Spiegel herum turnen und sich toll finden wie sie sind. Ganz ohne eine Stimme die die Schokolade durch Knäckebrot ersetzt. Wegen einem Kleid. Wenn sie draußen in der Matschküche Gänseblümchenkuchen backen.  Und noch 1000 andere wunderbare Momente.

Sarkasmus-Sarah erinnert  mich eben daran, dass Geschwister sich statistisch gesehen in diesem Alter ca. 3,5mal pro Stunde streiten und dies laut eigenen Beobachtungen eine durchaus realistische Zahl zu sein scheint.  Ja. Isso. Sie streiten, sind laut und wild. Und wunderbar. Allesamt.

20.5.17 13:41


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Was hilft gegen die Schreibblockade?

Im Zweifelsfall wohl Schokolade!

 

In letzter Zeit scheint sie meine Patentlösung für alle Probleme zu sein. Sie hilft bei Schlafstörungen (namens Romy. Nein. Die Schoki war nicht für sie.) Sie beruhigt, wenn die Tapete nicht von der Wand will und auch dann, wenn eben jene an die Wand soll und nicht hält. Sie vertreibt die Zeit, die man in Telefonwarteschleifen verbummelt.

Sie hilft beim Brainstorming für Farben, Tapeten, Bordüren, Bodenbeläge... Und nun soll sie meine monatelange Schreibblockade beenden.

Momentan ist es aber eher eine Ode an die Schokolade - in deren Abwesenheit. Ich liege nämlich im Bett, stille Romy, alias Lollo, alias Twinkle Twinkle in den Schlaf. Also - ich versuche es. "Laaaa Leee Luuuu... Autsch.Mit dem Essen spielt man nicht!"

Nun ja. Bringen wir euch mal auf den neuesten Stand. Nach 6 Monaten zwischen Bauschutt, löchrigen Wänden, 70 er Jahre Textiltapeten und dem blanken Wahnsinn, befinden wir uns in den letzten Zügen unserer Reise ins neue, wunderschöne Zuhause. Es war und ist eine Nervenprobe für unser Familienrudel. Robin ist nun stolzer Erstklässler - weiß somit alles und ist quasi erwachsen.

Raphael hat nicht nur physiologisch seinen ganz eigenen Kopf (Fahrradhelmkauf? Katastrophe!)

Ronja? Uff. 2,5 ist ein... äh... interessantes Alter.

Und Lollo... pardon... Romy - sie läuft nun sehr sicher, fährt Bobbycar, klettert in rasantem Tempo die Treppe rauf und versucht um jeden Preis, den Quatsch ihrer großen Schwester zu übertreffen.

Wir haben viel erlebt in den letzten Monaten. Vieles wollte ich aufschreiben. Aber ich kam noch nicht mal zum verfassen einer Einkaufsliste.

Blogreife Highlights gab es einige. Etwa den Friseurbesuch unserer - bis dato - langhaar Kerlchen. Ritschratsch Kinnlang. Und meinen kurzzeitigen Totalausfall bei der Entdeckung, dass Raphi in der Nacht mit der Bastelschere nachgebessert hatte. Er wollte doch lieber Igelschnitt. Ohhmmmmm. (Aaaaatmen Sarah. Tief durchatmen. Bis ins Sonnengeflecht. Lass die Energie fließen. LOS. Fließ schon. ATME! DANN SCHREIT ES SICH LAUTER!)

Auch blogverdächtig: Renés Zeit auf der Couch. 2 Wochen komplett bewegungsunfähig wegen Infektion im Fuß. Er teilte sich das Krankenlager mit Raphi (nein. Ich hab ihm nach der Haar-aktion natürlich nichts angetan, er war erkältet) - René bekam den Kikaninchen-Koller. Und ich wollte mich für eine Mondmission bewerben nur um hier raus zu kommen.

Laaaa Leeee Luuuuu.... Schokolade woooo bist duuuuuu?

Was gab es noch? Ach ja. Renovier-Anekdoten. Stellt es euch einfach vor.

Ronja, die in der schicken grünen Finkidjacke in der weißen Farbe nach dem Boden des Eimers sucht.

Auch Ronja, die die frische Tapete mit Kugelschreiber bemalt.

Auch Ronja, die Gips in weiße Farbe mischt.

Auch Ronja, die fertige Wände mit Tapetenlöser einreibt.

Ronja, die an all das garnicht rankommen sollte, scheinbar aber cleverer ist als wir.

Ronja, die dem Vermieter nackt die Türe öffnet.

Ronja, die sich unbemerkt auszieht und kichernd um den völlig verwirrten Bodenleger herumtanzt.

Ronja, die versucht, sich durch das Treppengeländer zu quetschen und mit dem Kopf stecken bleibt.....

Twinkle Twinkle little Staaaar.... Chocolate, why are you so faaaar?

Wir hatten viel Hilfe in all der Zeit. Leute die mit anpackten, Essen machten, die fantastischen Vier hüteten. Es war eine Mammutaufgabe. Alle Schokolade der Welt könnte das nicht aufwiegen. (Aprospos wiegen. Hab ich erwähnt, dass ich Probleme mit Schokolade löse? Neulich stand ich auf der Waage und da stand:"Sarah? Bist dus? Du bist aber groß geworden!"Ob Salat wohl auch Probleme löst? Dieses eine vermutlich schon.)

Guten Aaaaabend gut Naaacht, ich hab Hunger, dass es kraaahaaacht....

Lollo hat wenig Schlafbedarf. Sie macht ganze Nächte durch. Dadurch und durch ein Onlinespiel habe ich nun Chatbekanntschaften in den USA, die immer recht mitleidig reagieren wenn hier nachts um 3 wieder "Twinkle Twinkle" Zeit ist. Bleibt mehr Zeit für Schokolade... (pluiiing - Tschüss Hosenknopf....)

Jehaaaaw. Sie schläft! Jetzt hab ich so viel über Schokolade nachgedacht, da brauch ich erst mal eine Tüte Chips. Gute Nacht Freunde. Die Schreibblockade ist vorbei!

20.3.16 20:35


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