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Geschwisterliebe

Stellen wir uns folgende Situation vor: Ich sitze mit Raphael, Ronja und Romy im Wohnzimmer. Wir spielen Löwe, beschließt Raphael: "Du bist der große Mama-Löwe, Romy ist der klitzekleine Babylöwe und ich bin auch ein kleiner Löwe!" "Und Ronja? Ist die auch ein kleiner Löwe?" "Nein, die ist der Nachtisch!"

 

Ich muss nun wohl nicht weiter erklären, wie es um das Verhältnis von Raphi und Ronja bestellt ist. Feuer und Eis sind dagegen die besten Freunde. Gerade heute Mittag entging mir dummerweise, wie Raphael eine große Schaufel pampigen Sandmodder über Ronjas Kopf auskippte. Robin reagiert in so einem Fall meist wie der edle Ritter vom Waldesrand und rächt seine kleine Lieblingsschwester mit einem lauten Schrei - woraufhin Raphi (das Kind mit dem lautesten Organ in der ganzen Familie) kreischt, dass ihm das Gebrüll in den Ohren weh tut. Und als Mama steht man seufzend daneben. Denn egal was man sagt - man verliert sowieso. In diesem Fall nun gabs von mir einen Rüffel fürs Matsch-auskippen und dafür postwendend die Ansage von Robin, ich solle bitte seinen kleinen Bruder in Ruhe lassen.

 

"Eigentlich" lieben sie sich ja. Aber die Dynamik unter 4 Geschwistern mit so kurzem Altersabstand ist schon interessant. Mir kommt es vor als wäre es gestern gewesen, als Robin sich darüber beschwerte, der kleine Raphi würde ja nicht richtig spielen sondern nur zerstören. Nun zertrampelt Ronzilla eben Raphaels liebevoll aufgebaute Duplo-Stadt. In 2 Jahren wird sich das Szenario dann zwischen Ronja und Romy wiederholen. 

Manchmal können die beiden Großen garnicht miteinander. Und dann auch wieder nicht ohne einander. Vorgestern Abend kam es zu einer Szene über die ich seit dem immer wieder schmunzeln muss. Die Jungs lagen im Bett. Irgendwann hörte man Raphael weinen. Ich ging nach oben und Raphael empörte sich schluchzend darüber, dass Robin einfach eingeschlafen war, ohne ihn vorher zu fragen. 

Zu den Mahlzeiten fühle ich mich regelmäßig dazu hingerissen, mir wahlweise ein Nest voller frisch geschlüpfter Spatzen - oder eine Rotte Wildschweinfrischlinge vorzustellen. Manchmal wäre es total praktisch, ähnlich der Startanlage beim BMX fahren - eine Futter-Öffnungsstation zu haben, dass auch ja alle Kinder zum exakt selben Zeitpunkt ihr essen bekommen. Und ja - ich habe auch schon Schupfnudeln abgezählt und penibel auf die Teller verteilt. Ich frage mich ja immer, wo dieser Futterneid herkommt - zumal am Ende meistens doch was auf dem Teller übrig bleibt.

Ganz wichtig ist, der Horde auf keinen Fall - NIEMALS - den Rücken zuzuwenden.  Denn das lustigste Spiel ist es, Ronja irgend einen Mist vorzumachen, den sie dann sofort nachahmt und dabei gerne mal eine riesen Sauerei veranstaltet. (Und dann krieche ich wieder putzend unterm Tisch herum und denke mir neue Blogeinträge aus)

Heute Morgen war ich nur ganz ganz kurz nebenan - schon bekam Ronja beigebracht, wie man einen Löffel voller Müsli elegant über den Tisch schnipst. "DAS warn wir nicht! Das war die Ronja!" Ja ne, is klar. Allgemein ist es ungeheuer praktisch, wenn man eine kleine Schwester hat, die sich verbal noch nicht so toll wehren kann. Meinen Söhne zufolge besitzt Ronja bereits eine dicke Akte. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass Ronja nie in Raphis Windel gekackt hat, nie den ganzen Blumenkohl aus Robins Teller gepickt und unter den Tisch geworfen hat und ganz sicher nie eine DVD eingelegt und gestartet hat, während ich Wäsche aufhängen war. 

Manchmal halten die Zwerge jedoch auch zusammen. Meistens, wenn es darum geht, irgend etwas von Mama oder Papa zu bekommen. Und ehrlich - irgendwie geb ich dann auch gerne mal nach, einfach weil ich mich freue, dass sie aneinander denken. "Och Mama, draußen regnets doch - und eine Folge Petterson und Findus wär jetzt sooo gemütlich! Wir könnten uns alle unter eine Decke kuscheln! (Ui - das Kuschel-Argument. Da fällt Mama immer drauf rein!) Oder: "Guck mal, die Chips da in der grünen Dose, die mag der Raphi am liebsten, die könnten wir doch mitnehmen" (Dackelblick dazudenken - unterschlagen, dass Robin die selber auch am liebsten mag - aber das Bruder-Argument zieht bei Mama eben auch fast immer) 

 Ja - sie schlagen sich und sie vertragen sich. Hier genauso wie in Millionen anderen Familien. Und trotzdem sind sie etwas ganz Besonderes, eben weil es UNSERE Kinder sind. Und mir geht das Herz über vor Freude, wenn Ronja verliebt ihr "Lollo-Baby" streichelt, Raphael heimlich (wenn er meint, kein Erwachsener hört mit) Ronja zuraunt:"Ich hab dich lieb" - wenn Robin seinen Raphi gegen alle Gefahren beschützen will und man merkt, dass sie sich im Grunde genommen die meiste Zeit wirklich gern haben. So a Stückl heile Welt - hier am Popo der Welt, wo sich Fuchs und Hase gelegentlich die Rübe einhauen.

13.5.15 22:35


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Level up!

Heute morgen bin ich barfuß in der Küche in etwas matschiges, braunes getreten. Zu Zeiten, bevor ich Mama wurde, wäre ich vermutlich auf einem Bein ins Bad gehüpft, hätte dabei geschimpft und gemotzt und mich furchtbar geekelt.

Klar - damals wäre ja auch niemand da gewesen, der einen Schokoladenkeks vollspeichelt und dann elegant unter dem Tisch fallen lässt. Aber auch so muss man sagen, dass Kinder einen wirklich entspannter werden lassen. Das Vorgehen heute morgen: 

1. Sichtprüfung: matschig, braun

2. Haptische Prüfung: mit den Fingern abmachen und genauer betrachten

3. Geruchsprüfung: Aha! Eindeutig Schoko und Zimt!

 

Nein - ich hab das Ding nicht mehr gegessen. Man mutiert zwar nach und nach immer mehr zum Müllschlucker - aber alles hat seine Grenzen. Noch. Ich beobachte leider zunehmend, dass die Ekelgrenze immer weiter absinkt. Beim ersten Kind und dessen erster fester Nahrung stülpte sich beim wickeln des öfteren der Magen um und versuchte, meinen Körper zu verlassen. Ernsthaft: Mütter, die behaupten, das eigene Kind würde nie stinken, müssen was an der Nase haben!

Beim zweiten Kind wird man da gelassener. Oder die Geruchsfähigkeit nimmt ab. Zumindest tränen die Augen nicht mehr und der Magen bleibt, wo er hin gehört.

Beim dritten Kind kann man sich während man wickelt nebenher noch entspannt unterhalten oder überlegen, was man heute kochen soll.

Und bei Nr.4 schockt einen scheinbar garnichts mehr. Heute morgen erwischte ich mich selbst dabei, wie ich anhand des Windelinhalts von Nr.3 rekonstruieren wollte, was es gestern zu Essen gegeben hatte.

Und noch etwas zeigt, dass man im Kacke-Universum das nächste Level erreicht hat: Man schreibt Blog-Einträge darüber!

Die Eltern unter meinen Lesern werden grinsen und nickend bestätigen, dass man Maiskörner 1:1 wieder erkennen wird. (By the way - wo ist die rote Holzperle abgeblieben? Hab ich die verpasst?)

Meine kinderlosen Leser erschaudern vermutlich gerade vor unterdrücktem Ekel und fragen sich, warum ich das schreibe. 

"Igitt, Sarah, wie kannst du nur?! Ich habe grade gegessen!"

Ja, Entschuldigung. Stimmt schon irgendwie - das Thema ist kacke. :D

Dass man mit der Zeit einen anderen Standpunkt bekommt, merkt man aber auch an ganz anderen Themen.

Am Dienstag saßen wir im Stadtgarten mit vielen anderen Mamas und Kindern. Robin und Raphael standen schneller bis zu den Knien im Bach, als irgendwer hätte reagieren können. Wir setzten uns also auf unsere Picknickdecke und beobachteten das Spektakel - während WIR auch beobachtet wurden. Ich kann immernoch nicht ganz interpretieren, welche Gefühle da bei so manchem eine Rolle spielten ob der Tatsache, dass wir weder schimpften, noch Einhalt geboten. Aber es war ja eh schon passiert. Und Spaß hatten sie auch. Ganz kurz überlegte ich, was man nun eigentlich von uns erwartete. Schimpfen? Einpacken und gehen?

Ich kam zu dem Schluss, dass es mir wurschd war, was wir hätten tun sollen. Die Kids waren nass und glücklich und trockene Klamotten gibts daheim auch. Aber zugegeben: Ich weiß nicht, ob ich das vor 4 Jahren auch schon so entspannt gesehen hätte. Wobei: Zu dem Zeitpunkt war meine Wickeltasche noch so groß wie ein Kleinwagen und ich hätte sicher 4 Satz Wechselklamotten dabei gehabt. Das Gepäck nimmt mit steigender Kinderzahl ab. Klingt komisch, ist aber so. (Wer kennts noch???)

Fatal ist das nur dann, wenn man zwar zumindest für das Baby was zum wechseln hat wenn nach akuter Windelexplosion und Kacka bis zu den Ohren dringend was zum unziehen gebraucht wird - aber für sich selbst nichts in der Tasche hat. Ich war vor kurzem nach saurer Milch stinkend  noch 2 Stunden unterwegs, nachdem mir Romy elegant in den Ausschnitt gekotzt hatte. Da bleibt einem aber auch nur seufzen, lächeln und sich schon mal auf die Dusche am Abend zu freuen. (Vermessen wäre es, zu hoffen, man dürfe duschen ohne dass ein Kleinkind am Wannenrand steht und nach und nach sämtliches Badewannenspielzeug durch den Vorhang wirft. Sowas nennt sich dann "duschen mit Hindernis-Effekt) 

Und zum Abschluss des heutigen Blogs noch eine nette kleine Geschichte - so geschehen diese Woche:

Ich stand auf der Waage und stellte sehr geschockt fest, dass ich auch dort um mehrere Level aufgestiegen war. Wo kamen nur diese 11 (!!! In Worten: ELF!!!) Kilo her??? 

Dann die Erleichterrung: Kind auf dem Rücken vergessen. Auch angesichts der purzelnden Steine hätte ich das Gewicht schon wieder los haben können. Das nächste Trage-Level ist wohl erreicht, wenn dir dein Kind im Tuch nicht mehr auffällt! 

8.5.15 14:07


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