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Little Hulk!

Ich bin bekennender Marvel-Fan. Trotzdem sehne ich mich manchmal ziemlich nach der "kleinen Farm", wenn die Wohnung 5 Minuten nach dem Aufräumen wieder aussieht, als wäre mein kleiner Hulk - äh - Ronja gerade sauer gewesen!Kein Witz - es könnte nicht schlimmer aussehen, wenn Loki den Destroyer schickt um seinem Bruder Thor eins auf die Mütze zu geben!

Beispiel gefällig?

Ich bin gerade fertig mit Aufräumen (haha - ist man das je?) - das Kind spielt in Gedanken versunken in der Bauecke - ich schleiche mich in den Keller - Wäsche aus dem Trockner holen, umladen, neue Waschmaschinenladung füllen - 3 Minuten vielleicht. Was soll schon sein? Doch schon als ich die Wohnung betrete - noch bevor ich es sehe, rieche ich es schon. Der süßliche Duft von teuerstem Räucherwerk liegt in der Luft. Das Styrax liegt im Wohnzimmer verteilt. Auf dem Sofa, im Langfloorteppich - unglaublich, wie ergiebig so ein kleines Tütchen sein kann!

Man fragt sich nun: Wie kommt das Kind ans Räucherwerk? Kann Mama das nicht einfach so wegpacken, dass kleine Kinderhände nicht drannkommen?

Natürlich! Aber unser Schrank gleicht ohnehin schon Fort Knox! Jeder Einbrecher wäre angesichts der 15 Schubladensicherungen maßlos überfordert! Nur die kleine Motte mit ihren 19 Monaten - die kommt trotzdem drann! 

Erst neulich taten wir wieder einen großen  Schritt weg vom Wohnzimmer, hin zur Gummizelle. Die DVDs hängen nun auf über 1,80 Höhe - Mama braucht eine Leiter! Die Bücher stehen oben im Regal, unten gibts nur noch die stabile Pappvariante. Aber scheinbar  ist es genau das, was eine kleine Einzelkämpferin wie Ronja braucht. Ich kann es quasi vor mir sehen, wie sie die Melodie von Mission Impossible summte, als sie auf der Sofalehne balancierte um das Märchen vom Froschkönig zu ergattern und in Tausend Stücke zu zerreißen.Warum? Weil sie es kann!

Die nächste Frage, die nun im Raum steht, ist wohl:"Ronja ist doch euer drittes Kind! Wieso ist da nicht eh schon alles abgesichert???" Ganz einfach: Bei den Jungs genügte es, "Nein" zu sagen!

Gestern Abend hatten wir auf der Heimfahrt folgende Situation: Die Jungs taten an der Tankstelle kund, sie hätten gerne Gummibärchen.  Und weil auch Papa nicht wiederstehen konnte, fand eine Tüte Gummikirschen ihren Weg ins Auto. "Jeder 2 - nachher gibts Abendessen!" Der Rest wanderte in die Wickeltasche.

Besagte Wickeltasche wurde heute morgen klammheimlich geplündert - und hätte ein leises "nomnomnom" sie nicht verraten - Ronja hätte die Tüte wohl alleine geleert.  Auch da hat sie ihren Brüdern einiges an kriminellen Energien voraus. Diese hätten bei einem solchen Fund nämlich ganz aufgeregt gefragt, ob sie die haben dürfen.

Nein - meine Jungs sind keine Engel. Manchmal haben sie so viel Unsinn im Kopf, dass das blaue Schreibheft von Michels Mama vor Angst erzittert wäre. Aber Ronja spielt da scheinbar in einer ganz anderen Liga. Man hat uns gewarnt. Der Name ist Programm. 

Eigentlich wäre es ganz gut, wenn Mama irgendwelche Superkräfte vorzuweisen hätte. Das Leben wäre deutlich einfacher, wenn ich durch Wände sehen könnte, oder telekinetische Fähigkeiten hätte. Dann könnte ich den Kochlöffel die Pfanne alleine in Schach halten lassen, während ich nebenan verhindere, dass die Motte genüsslich die Tapeten von der Wand reißt. 

Um mal eine Sache klar zu stellen: Meine Kinder sind keine unerzogenen Tyrannen. Sie sind Kinder. Und dummerweise ziemliche Freigeister. Von wem haben sie das nur??? Und was tut man, wenn der Tag am Ende des Geduldsfadens noch mehrere Stunden übrig hat? Ich sehe da mehrere Methoden. Allesamt erprobt und für zweckmäßig befunden:

1.) Flucht!

Nein - damit meine ich nicht, dass Mama ihr Zeug packt und die wilde Horde sich selbst überlässt. Aber gegen Drama im Haus hilft wirklich oft Tapetenwechsel. Also ab nach draußen. Ist das nicht möglich, weil ein oder mehrere Kinder krank sind, hilft auch 

2.) Entertainment!

Manchmal bringt es am meisten, sich selbst gehörig zum Affen zu machen. Meine Kinder werden die Extra-Vorstellung inklusive Gesangs- und Tanzeinlage zu "I feel good" bestimmt ihr ganzes Leben lang nicht mehr vergessen. Und gezieltes albern-sein hebt auch die eigene Laune ganz erheblich.

3.) Auch mal 5e grade sein lassen!

Und damit meine ich nun genau NICHT den pädagogischen Selbstmord, den ich gestern begangen habe! Raphael lag mit fast 40 Fieber auf dem Sofa, Robin sprang die Langeweile schon aus den Ohren, Ronja hatte bereits erfolgreich den Wäschekorb ausgeräumt, die Fensterbank bemalt und die Trinkflasche ausgekippt - und Romy, die zeigte mehr als deutlich, dass sie einen gewaltigen Wachstumsschub in der Vorbereitung hatte. Ich machte also den Kardinalsfehler und fragte Raphael, ob er vielleicht einen Film schauen mag. Soweit so gut. Der Herr verlangte "etwas Cooles". Wie kann man einem kranken Kind so etwas abschlagen? Und nun kommen wir zu meinem Fehler: Ich klickte mich durch Maxdome und stieß auf "die wilden Kerle". FSK frei. Kann ja nicht so schlimm sein?! Oder?! Mal ehrlich - das ist ein Kinderfilm! (Merkt man, wie ich nach Ausreden suche?) Bereits nach 5 Minuten war mir absolut klar, dass ich auf dem Holzweg war. Denn (um jetzt mal den O-Ton aufzugreifen) - verdammte Kacke und HottentottenAlbtraumnacht - wie erkläre ich meinen Kindern, dass dieser freche Singsang, demzufolge alle Mädchen scheiße sind, nicht sonderlich nett ist und bitte nicht kopiert werden soll? 

Wo sind die mütterlichen Superkräfte, wenn man sie braucht? Warum kann ich nicht die Zeit zurück drehen und Janoschs Traumstunde anklicken? 

Kurz überlegte mein Schurken-Super-Hirn sogar, ob es möglich wäre, Wasserkocher, Spülmaschine und Staubsauger gleichzeitig zu verwenden um damit das hauseigene Stromnetz zu überlasten und den Computer zu deaktivieren. Aber die Kinder waren fasziniert und wie gebannt. Au man - wie sollte ich aus der Nummer wieder raus kommen?

Überraschenderweise kommentierte Robin jede verbale Entgleisung auf dem Bildschirm mit "Klowort!" oder "Boa Mama, das darf man doch nicht sagen!" Guter Junge. Da schwoll das Mutterherz an vor stolz!

Und während wir gemeinsam diese Anhäufung fragwürdiger Formulierungen bewunderten, schlich sich Little Hulk heimlich still und leise davon. Voller krimineller Energie. Nur einen Laborunfall davon entfernt, zur neuesten Bedrohung der Menschheit zu werden. Aber anstatt nun meine Unaufmerksamkeit zu nutzen, saß sie tatsächlich im Spielhäuschen , kochte Kuchen mit Salat und stillte ihre Katze. Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

 

 

8.4.15 16:13


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Früher mal...

Nichts im Leben macht einem deutlicher bewusst, dass man Älter wird, als Kinder zu haben. Und wenn die Kinder größer werden, Fragen stellen, über das Leben nachdenken und sich für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu interessieren beginnen, kann man schon manchmal etwas schwermütig werden.

 

Früher mal, als ich selber noch ein Kind war, da kam es mir so vor als wäre die Welt vor meiner Geburt noch in schwarz/weiß gewesen - und alle "Relikte" aus Mamas Kindheit quasi "antik". So wie der grüne - angeblich früher mal blaue Stoffhase mit Strohfüllung. Uuuuralt! In meinen Augen. Damals schon. Heute noch mehr. Mama sieht das sicher anders.

 

Früher mal, da hat mein Onkel in einem Chor gesungen - und die Lieder gab es auf Schallplatte. SCHALLPLATTE!!!!! 

Zur Erinnerung: Das gab es noch VOR der Kassette und DIE sind laut meinen eigenen Kindern auch schon uralt!

Na gut, zugegeben - die Benjamin Blümchen Hörspiele aus meiner Kindheit knistern heute beim abspielen - und ganz up to date sind sie auch nicht mehr. 

"Mama, was ist denn eine D-Mark?" - Autsch, ich werd echt alt!

 

Letzte Woche kam der Brief für Robins Schulanmeldung. Wann genau ist er denn bloß so groß geworden?

Gehen wir mal eben etwas mehr als 22 Jahre zurück. Damals eröffnete mir meine Mama, dass ich ein Geschwisterchen bekomme. Ich war selber 8 Jahre alt und meine Mama gefühlt kurz vor der Tatter-Grenze! In echt war sie zarte 30. Also noch jung und knackig. Zumindest sehe ich das heute von der Warte meiner eigenen 30 Jahre aus so. Ich fühle mich überhaupt nicht alt. Kein kleines Bisschen. 

Wenn ich - was selten vorkommt - alleine im Auto unterwegs bin, dann krame ich gerne mal einen garnicht so alten Schinken aus meiner Jugend hervor und drehe den Lautstärkeregler auf Anschlag, wobei mir die fehlende Bassbox schmerzlich bewusst wird. Früher mal, da nahm sie den gesamten hinteren Autoteil ein. Rückbank? Braucht kein Mensch! Bin doch kein Taxiunternehmen! Aber ich schweife ab.

 Heute scheppert der "Oldi-Sound" aus ollen "Nissan-Null-Sondeausstattung-Original-Lautsprechern" - und ich singe lauthals mit. Erwachsen? Öhm - nö?!

 

Heute wurde mir der Lauf der Zeit wieder deutlich bewusst. Nämlich als René ein niedliches "kleines" Basswürfelchen anschleppte, an den Laptop anschloss und die Küche kurzfristig in eine Privatdisco verwandelte. Wenn man die Augen schloss, konnte man sich kurz auf die Tanzfläche des Kinki-Palace transferieren. (Ok, ok - der Sound dort ist besser und lauter - aber man wird ja bescheiden.) Ja - es war leiser - schließlich sind ja Kinder im Haus. Ich wurde dann auch recht ruckartig ins Hier-und-Jetzt  zurück geholt, als Romy mir während der "Original-2003er Nature One Hymne Alive n Kickin" blubbernd auf den Oberarm furzte. 

Und Robin fragte dann:"Wasn das?" 

Tatsächlich -  2003 ist schon verdammt lang her, wenn man 2009 erst geboren ist. Das ist für mich quasi "1978" - die Zeit in der Schallplatte und Kassette in friedlicher Co-Existenz in den Regalen standen wie heutzutage DVD und BlueRay!

Oder ist die DVD inzwischen "out" und ich hab es nicht mitbekommen? So geht es "alten Leuten" doch manchmal, oder? Sagt man überhaupt noch "out"? Liest man die aufsteigende Panik heraus? (Sind das zu viele Fragen hintereinander?) 

 

Zurück zur Schulanmeldung. An meine Eigene kann ich mich noch wage erinnern. Dann kann es doch noch garnicht so lange her sein eigentlich. Für Robin war das vermutlich noch vor dem letzten Weltkrieg - Moment! Von dem weiß er ja noch garnichts! (In welch friedlicher Zeit dieser kindliche Geist doch heranreift. Eigentlich schön, oder? Er weiß tatsächlich nicht, was ein Panzer ist!)

Im Herbst ist Robin dann also ein Schulkind. Und ich spüre die innere Unruhe in mir aufsteigen beim Gedanken an Schul-Elternabende. Denn da gehen nur Erwachsene hin! Und ich muss in meinem Kopf gerade erst endgültig den Schalter von "Mädchen" auf "Frau" umgelegt bekommen! (Ich finds immernoch gruselig, wenn ich mit "Sie" angesprochen werde, ganz ehrlich!)

 

Bein Song "Forever Young" bekomme ich nen Kloß im Hals, weil ich eigentlich wirklich nicht älter werden mag. Baby Romy mit ihren süßen 7 Wochen zeigt mir mit ihrem ersten Lächeln aber, dass man die Zeit nicht festhalten kann. Sie zerrinnt einem zwischen den Fingern und alles was man dagegen tun kann ist, jede Sekunde zu genießen.

Nur weil man 4 Kinder hat und bei einem Hauch von Bass ein wenig ins Grübeln kommt, ist das Leben ja nicht grau und langweilig geworden. Im Gegenteil! Ich denke, mein Leben war nie so schön, bunt, laut und erfüllt wie heute. Ich war nie so sehr ich selbst wie jetzt. Und nie selbstbewusster.

Wer mich noch aus der Zeit der Schlaghosen und Plüschfrisuren kennt wird bestätigen, dass mein "2003er-Ich" die Version "Sarah20.15" ziemlich seltsam und schrullig gefunden hätte. Aber die Zeiten in denen ich eine Dose Haarspray die Woche brauchte und das Wochenende durchfeierte sind eben dem Familienleben gewichen, in dem ich sogar noch weniger Schlaf bekomme als früher - und das ganz ohne Musik und Water Joe (wer kent noch das arschteure geschmacklose Leitungswasser in der Plastikflasche, in dem angeblich Koffein drinn war und das wir in der Disco immer gekauft haben um dieFlaschen dann am Waschbecken wieder zu befüllen?)

Trotzdem ist es heute viel besser und schöner - auch wen die "Jugend von heute" das vermutlich anzweifeln wird. Aber an dieser Stelle zitiere ich mal einen uuuralten Film:"Alles im Leben hat seine Zeit" (Footloose 1984 - guuuter Jahrgang - Originaltext aus der Bibel - und sowas von mir!)

 


2.3.15 18:48


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