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Und täglich grüßt das Murmeltier...

Kennt ihr das Gefühl, dass sich alles ständig wiederholt? Manchmal sogar mehrmals am Tag?

Mir fällt das zum Beispiel auf, wenn ich zum dritten Mal am Tag mit Besen und Kehrblech unterm Esszimmertisch rumkrieche. (Und ja - ich hab jetzt echt überlegt, wie ich das schreibe, weil "Kudderscheuffele und Kehrwisch" vermutlich nicht jeder verstehen würde!) 

Manche Dinge wiederholen sich seltener, aber eben doch. Gerade passierte es (mal wieder) dass ein Kind aufgeregt vor dem Wohnzimmerfenster auf und ab springt und schreit:"Mamaaaa, das Müllautoooo! Schau maaal!" 

Was? Wie? Wo? Waruuuum??? Und warum ist mir nicht schon beim hochziehen des Rollladens aufgefallen, dass bei allen Nachbarn die blauen Papiertonnen draußen stehen - nur bei uns nicht?

Aber - ich hab noch eine Chance! Denn bevor bei uns geleert wird, fährt das Müllauto rückwärts in die Straße links von uns. Also los! Rein in die Turnschuhe, Tonne die Treppe runter zerren und an die Straße schleppen - und dann gaaanz gelassen und gemütlich ins Haus zurückschlendern. 

Draußen hat das "Rückfahrgehupe" aufgehört und das Müllauto fährt wieder vorwärts. Ich lasse meinen Kugelkörper auf einen Stuhl plumpsen und beschließe, dass das nun wieder genug Sport für heute gewesen ist - da tönt es vom Wohnzimmerfenster:"Mamaaaa - warum nimmt der unsere Tonne nicht mit?" (Mit leichtem Entsetzen in der Stimme - ist die Leerung doch ein seltenes Highlight hier am A... der Welt wo Fuchs und Hase über den Lokführerstreik schimpfen... )

Ich stehe am Fenster, sehe das Müllauto weiterfahren. 50 Meter weiter fällt dem Entsorgungsfachangestellten sein Versäumnis auf und er spurtet zurück, zerrt unsere Tonne mit sich, leert sie und kommt im Laufschritt damit zurück. Ich bin also nicht die Einzige, die wegen dieser Tonne heute schon ins Schwitzen gekommen ist. "Guck mal wie der rennt!" freut sich Raphael. 

Andere Dinge wiederholen sich alle Jahre wieder. Der böse Brief vom Finanzamt zum Beispiel, der mir sehr nachdrücklich vermitteln soll, dass mein Lohnsteuerjahresausgleich fällig ist. Und immer dann, wenn ich den Papierkram sprichwörtlich in letzter Sekunde fertig habe kommt die Beteuerung meinerseits, es im nächsten Jahr schon viiiiel früher zu machen.

 Mittlerweile kann ich bestätigen, dass es auch in der Schwangerschaft Dinge gibt, die sich immer wiederholen. Vorgestern Abend kicherte René plötzlich: "Hihi, jetzt bekommst du wieder diesen Watschelgang!" (Zugegeben, ich sehe zur Zeit wirklich aus wie eine Gazelle - oder wie hieß noch dieses Tier mit dem Rüssel und den großen Ohren?)

Was sich ebenfalls ständig wiederholt ist die Tatsache, dass ich es nie schaffe, einen Blogeintrag in einem Rutsch runterzuschreiben. Jedes Mal geschehen kleinere oder größere Katastrophen, sobald ich in die Tasten haue. (Ob das nun am bloggen liegt? Könnte ich vielleicht die Welt ein wenig sicherer machen, wenn ich das Schreiben aufgebe?) 

Eben hatte ich den Abschnitt über mein elfengleiches Aussehen fertiggeschrieben, da klingelte das Telefon. Und mitten im schönsten Mutter-Tochter-Smalltalk geschieht es! Ein Krachen, ein Quietschen, ein panisches Weinen! Das Telefon fliegt ins Eck, der Walkörper setzt sich in Bewegung - welch ein Sprint! Ronja ist mit ihren zehn-komma-irgendwas Kilo durch das Gitter des Schidkrötenteichs gebrochen, steht bis zu den Knien im Wasser, hat wohl kurz drinn gelegen. Ich zerre das Kind raus, sammle das Telefon ein und stammle:"Ich ruf zurück" - pelle dem Kind die nassen Sachen vom Leib und steck es in die Badewanne. Raphael steht bedröppelt daneben. "Sind die Schildkröten jetzt in ihrem Schlafanzug?"

Soviel zu "genug Sport für heute" - erst Mülltonnenhürdenlauf, jetzt Kurzstreckensprint inklusive Wassergraben. 

Auch die To-Do-Liste des Tages erweitert sich um einen Punkt. Nämlich "Neues Teichgitter anbringen". Panzerglas wäre vermutlich besser...

Ob Ronja ihren Teich-Versuch noch einmal wiederholen wird? Oder hatte diese Geschichte vielleicht sogar "Lerneffekt"? Ich bin gespannt.

Ich glaube es war Einstein der sagte:"Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten!"

Hausarbeit hat also ziemlich viel mit Wahnsinn zu tun. Zumindest bei mir. Denn jeden Tag (wirklich!) staube ich unseren Raumteiler ab - in der Hoffnung, man würde am nächsten Morgen keine neue Staubschicht darauf sehen. Oder ich koche Spaghetti mit Tomatensoße und hoffe, dass ich danach nicht das halbe Esszimmer renovieren muss. 

Teilweise kommt mir die Argumentation meiner Kinder sehr viel logischer vor als meine Eigene. Beispielsweise dann, wenn ich ihnen (typisch Mama) sage, dass sie ihr Zimmer aufräumen sollen. Dann bekomme ich zu hören, dass sie beim Spielen eh alles wieder ausräumen müssen, dann könnten sies doch auch einfach gleich liegen lassen. Eigentlich haben sie damit recht. Das verrate ich ihnen aber nicht. Ich versuche damit gegenzuhalten, dass ich nur staubsaugen kann, wenn das Spielzeug nicht dazwischen liegt. 

Und dann gibt es natürlich noch die Top 5 der meist wiederholten Sätze in diesem Haushalt:

-Tür zu!

-Tüür zuuuu!

-Heee, mach bitte die Tür hinter dir zuuu!

-Halloooo? Du hast die Tür vergessen!

-TÜÜÜR ZUUUU!

 Ja - das mit den Türen ist wichtig! Vor allem, seit Ronja nun laufen kann. Und klettern. Und zerstören. Dieses Kind holt alles nach, was die großen Brüder nicht getan haben. Schubladen ausräumen, auf Fensterbänke klettern, Treppenkrabbelsprint, Spielzeug im Klo versenken, Tonband aus Hörspielkasetten ziehen, zerrupfen und kleinknüddeln.... Folglich bedeutet eine offene Küchentür Gefahr für die Ordnung, eine offene Klotür Gefahr für Abfluss und Spielzeug und eine offene Eingangstür eine Gefahr für das kleine Mädchen, dass dann sofort auf die Treppe will... 

Mittlerweile habe ich wirklich Sorge, dass sich das Wort "Nein" durch zu viele Wiederholungen abnutzen könnte. (Was ja wirklich so ist - aber vermeiden lässt sich das irgendwie grad nicht)

 Und dann gibt es noch etwas, was sich immer wiederholt. (Außer der Tatsache, dass sich das Wort "wiederholen" hier ständig wiederholt. Nervt es schon?)

Nämlich die Tatsache, dass jeder Blogeintrag zu Ende gehen muss bevor er stinkelangweilig wird. Es gibt nämlich mindestens einen Eintrag hier, den noch nicht mal mein René bis zum Schluss gelesen hat - und er ist wohl mein größter Kritiker und seine Meinung ist mir da sehr wichtig. 

Darum - und weil ich sonst noch anfange, mich zu wiederholen, geh ich jetzt meine Wollwäsche aus dem Wasser ziehen und fange an, die To-Do-Liste abzuarbeiten. 

 

 

14.11.14 12:13
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nancy / Website (17.12.14 21:18)
HA! Das kennen wir sooo gut! Das 3. Kind, dass all das tut, was Nr 1 und 2 nie taten... und noch besser: TÜR ZU! Bei uns war der Hauptgrund, dass wir mit dem Ofen heizen und es möglichst warm bleiben sollte. Wir haben uns allen nun den Alltag waaahnsinnig erleichtert. Wir haben uns nämlich nen Türschließer zugelegt. Die Tür geht von alleine zu, meine Stimme wird geschont und die Kinder leben ohne mein Gerufe ruhiger.

Ich dachte mir, den Tip lass ich dir mal da! Es schont unser aller Nerven unheimlich.

Sei lieb gegrüßt

Nancy und Co.

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