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Von Zeitplänen und den Toten Hosen auf meiner Rückbank...

Man sollte meinen, solche "Nur-Mütter" wie ich hätten keinen Stress. Ist ja quasi ein Job mit freier Zeiteinteilung. Im Prinzip ists doch egal, ob ich die Wäsche um 10 oder um 11 Uhr in die Waschmaschine stecke, oder? Zeitdruck sollte "uns" ein Fremdwort sein.

 

De facto sind die Tage aber knallhart durchgetaktet von morgens bis abends! Manchmal ist der Plan voller als der eines oberwichtigen Firmenchefs. Und ständig wird man manipuliert. Denn die Kundschaft - sprich: die Kinder haben ihre eigenen Vorstellungen und möchten die gerne durchsetzen. Manchmal geht das - manchmal nicht. Und dann gibts Frust und Beschwerden. Eigentlich sollte ich besser bezahlt werden.

 

Nehmen wir den heutigen Tag. Der Wecker klingelt um  6:45 Uhr - der Plan: rausschleichen, alleine aufs Klo gehen, einen Tee aufsetzen, in Ruhe anziehen, Haare richten, Kontaktlinsen reinfummeln, schminken....

Leider scheiterts schon am rausschleichen. Der Wecker ist schon stumm geschaltet, als er vibriert und noch garnicht bimmelt - für Ronja hat das schon gereicht. Sie sitzt senkrecht im Bett und patscht mir zielgerichtet auf die Brust. Na toll. Tschüss Zeitplan. 

7:05 Uhr : schnell Pipi machen, mit den Füßen die Klobürste verteidigen, zack zack anziehen. Der Haargummi reist, die Stimmung ist frostig. (aaaaaatmen!)

Im Eiltempo die Rucksäcke richten (ja, hätte man am Abend vorher machen können. Hätte Hätte Fahrradkette - Mütter sind auch nur Menschen)

Die Jungs boykottieren nun den Zeitplan auf höchst elegante Weise: sie ignorieren mein gesungenes Aufstehlied. Wozu sollten sie nun auch aufstehen? Wo sie doch die halbe Nacht wach gewesen sind? (Ja, es war mal wieder Vollmond!) Schließlich sind aber alle wach, angezogen, gebürstet, Zähne geputzt und abmarschbereit. Und es ist gerade mal 5 nach 8 Uhr! Super! Stolz lenke ich die Familienkutsche dem Berg runter und auf den Nachbarhügel, die kleine Freundin der Jungs einsammeln.

Zwei Kilometer von Zuhause entfernt glimmt die Tankanzeige auf. Hach, da war ja noch was. Das hat sie doch gestern schon getan. Mist.

Auf dem Nachbarhügel war letzte Nacht auch Vollmond. Nun hab ich schon 4 Kinder im Auto sitzen die Zeitpläne für blöd, überflüssig und total bescheuert halten.

Ich wäre in Ballroom-Blitz-Stimmung oder meinetwegen auch die Ramones.  Stattdessen höre ich, wie Michel aus Lönneberga die ohnmächtige Frau Petrell zum aufwecken mit Blaubeersuppe übergießt und überlege, ob ich das morgen mit meinen Kindern auch versuchen soll, wenn sie nicht aufstehen wollen.

Am Ortsschild bekommt die Tankanzeige das zornige Funkeln und ich muss zur Tankstelle. Husch husch, - 10 Euro müssen reichen, ich habs eilig - Geld passend - leider macht die Dame vor mir scheinbar ihren Wocheneinkauf an der Tanke - und zahlt mit Karte. In meinem Hinterkopf summt ein kleiner fieser Kobold die Jeopardy-Melody.

8:30Uhr sind wir am Parkplatz - und damit offiziell zu spät. Denn zum Blockhaus ist es noch ein Stück. Gerade hab ich doch allen 3 Kindergartenzwergen die Jacken zugemacht, die Rucksäcke aufgesetzt und die Mützen zurechtgezuppelt. Einmal umdrehen, Ronja auf den Rücken binden, schon ist der Große im Unterholz verschwunden und die zwei anderen haben die Rucksäcke wieder abgesetzt um mal zu schauen, was denn in den Vesperdosen drinn ist. 

08:37 Uhr kommen wir schließlich am Blockhaus an. Rucksäcke aufhängen, Tschüssi sagen, Bussi - und Abmarsch.

Am Parkplatz noch ein wenig Müttertratsch und dann ab nach Hause, wo die Wohnung, die Wäsche und das Mittagessen warten. 

Eigentlich war die To-Do-Liste recht überschaubar. Trotzdem verlasse ich das Haus um 12.22 Uhr Richtung KiGa  und wollte eigentlich schon lange unterwegs sein. Der Vormittag wurde nämlich aufs übelste sabotiert von einem kleinen zerstörerischen Babygozilla, welcher kichernd die frisch zusammengelegten Wäschestapel platt machte und sowieso einfach alles am liebsten zerlegte.

An dieser Stelle kürze ich mal ab und bringe nur die wichtigsten Eckdaten, die erklären, warum es über eine Stunde dauert, um 3 Kinder nach Hause zu holen:

- Schlamm vom Stiefel bis zum Scheitel 

- Kinder die nicht aus dem Wald wollen/ nicht ins Auto wollen/  lieber die Toten Hosen hören wollen .....

Schließlich quäkt es von hinten 3-Stimmig "Es kommt die Zeit! Ohooo, in der das Wünschen wieder hilft!" Und ich denke mir: Wenn wünsche wahr werden, dann wünsche ich mir einen Lautstärkeregler für meine Kinder!

Daheim der nächste Flopp. Hatte ich wirklich gedacht, 6 Semmelknödel reichen zum Mittagessen? Vermessen. Blöd. Vorhersehbar. 

Robin isst 2 - Raphi isst einen - Ronja verspeist 3 - (Ja, ihr habt das richtig im Kopf - das ist die kleine mit 14 Monaten) - ihr dürft selber rechnen wie viele für Mama bleiben. Da helfen nur Kekse! (Heimlich)

Mittagschlaf? Mutter! Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett?! WIR sind doch nicht müde! (Schade aber auch. Das war der tollste Teil des heutigen Zeitplans. *gääähn*)

 

Über den Nachmittag will ich mich garnicht beschweren, denn die Kinder spielen streitlos oben mit der Eisenbahn. (Zugegeben - ich war noch nicht oben. Vielleicht haben sie auch das Haus umgebaut oder eine Wand versetzt - aber gestritten haben sie nicht!)

Um 16 Uhr war ich mit allem durch was ich heute tun wollte und öffnete dieses Fenster hier um mal wieder zu bloggen. Weiter als bis zur Überschrift kam ich leider nicht, dann rollten meine Großeltern an. Ehrlich - ich freu mich immer, wenn sie uns besuchen! Immer! Und HEY! Besuch! Wenn aufgeräumt ist! Drei Kreuze im Kalender! Normalerweise kommt Überraschungsbesuch nur dann, wenn hier kein Stein auf dem anderen steht. (Ich wiederhole: Ich war noch nicht oben!)

Nun ist es kurz vor 19 Uhr - ich habe mich für heute von sämtlichen Plänen verabschiedet, denn sie funktionieren eh nicht. 

Und vieleicht kommt ja heute noch die Zeit - (Ohooooo) in der das Wünschen wieder hilft - und dann gibt es zwei reizende junge Männer (Ben&Jerry), mit denen ich mich auf die Couch kuscheln werde. Einen Zeitplan dafür mach ich aber besser nicht!

 

9.10.14 19:06
 


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